HomeTipps & Tricks Nr. 3 - Wie funktioniert der Pulverinjektor?
Tipps & Tricks Nr. 3 - Das Venturi Prinzip oder wie funktioniert der Pulverinjektor?


Die nachfolgende Darstellung zeigt einen WAGNER Pulverinjektor im Querschnitt.


Das Funktionsprinzip

Über den Förderluftanschluss wird Druckluft durch die Venturidüse (auch Treibdüse genannt) in die Fangdüse gepresst. Der kleine Durchmesser der Düse sorgt für eine hohe Luftgeschwindigkeit.

Auf ihrem Weg durch den Injektor kommt die Förderluft am Pulver-Ansaugrohr vorbei, wo sie durch Unterdruck Farbpulver ansaugt. Die Luft und das Pulver fliessen nun mit hoher Geschwindigkeit weiter durch die Fangdüse in den Pulverschlauch und schliesslich zur Sprühpistole.

Gut zu wissen: Die Pulverpartikel müssen mit einer Geschwindigkeit von ca. 12m/sec. gefördert werden, um eine gleichmässige Pulverförderung und eine weiche Wolke zu erhalten.


Das Geheimnis der Lüfte

Die Förderluft ist für die Pulvermenge verantwortlich. Um die Pulvergeschwindigkeit zu beeinflussen, braucht es daneben noch die Dosierluft.

Die Luftmenge, die Sie am Steuergerät einstellen, besteht aus einem Teil Förderluft und einem Teil Dosierluft. Das Verhältnis zwischen Dosier- und Förderluft hat einen grossen Einfluss auf die geförderte Pulvermenge:

Förderluft hoch / Dosierluft gering = grosse Pulvermenge

 

Förderluft gering / Dosierluft hoch = kleine Pulvermenge

Die Summe der beiden Lüfte, also die Gesamtluft und die Geschwindigkeit im Pulverschlauch bleiben indes immer gleich.


Verschleiss

Durch die abrasive Wirkung des Pulver-/Luft-Gemisches verschleisst die Fangdüse mit der Zeit. Die Pulvergeschwindigkeit nimmt mit zunehmendem Verschleiss der Fandüse ab. Dadurch verringert sich auch der Venturi Effekt, was eine Reduktion des Pulverausstosses zur Folge hat.


Neue Fangdüse

Verschlissene Fangdüse

Um den gewünschten Pulverausstoss aufrecht zu halten erhöhen nun erfahrene Beschichter die Förderluft. Das geht im Normalfall so lange gut, bis die Fangdüse völlig verschlissen ist und ersetzt werden muss.

Erfahrungsgemäss liegt die lebensdauer einer Fangdüse zwischen zwei Wochen und einem Jahr (abhängig von Pulvereigenschaften, Höhe der Förderluft etc.)

 

Tipp: Reduzieren Sie unbedingt die Förderluft wieder, sobald die neue Fangdüse zum Einsatz kommt, da sonst der Verschleiss von Anfang an schon sehr hoch ist.

 

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